Eine Informationsseite zur Erinnerung an die Shoah in der Lichtburg Essen, und an Claude Lanzmanns Film „Shoah“.
Die SHOAH TAGE ESSEN waren eine Veranstaltungsreihe des Vereins Filmkunst und Kinokultur Essen e.V. Im traditionsreichen Kino Die Lichtburg erinnerten sie an die Shoah, den nationalsozialistischen Völkermord an den europäischen Jüdinnen und Juden. Im Mittelpunkt stand Claude Lanzmanns Dokumentarfilm „Shoah“.
Den Auftakt bildete 2015 die erste vollständige Aufführung des Films im Ruhrgebiet, in Anwesenheit des damaligen Bundestagspräsidenten Prof. Dr. Norbert Lammert und des Regisseurs Claude Lanzmann. Aus der großen Resonanz entwickelte sich ein wiederkehrendes Format unter dem Leitgedanken „Filme gegen das Vergessen“.
Erinnerung ist kein Rückblick allein, sondern Verantwortung für die Gegenwart.
„Shoah“ gilt als eines der bedeutendsten filmischen Zeugnisse über den Holocaust.
Der rund neuneinhalb Stunden lange Film verzichtet vollständig auf historisches Archivmaterial. Stattdessen besteht er aus Gesprächen mit Überlebenden, Zeuginnen und Zeugen sowie Tätern, und aus Aufnahmen der Orte des Geschehens. Über elf Jahre hinweg gedreht, macht der Film die Erinnerung im Hier und Jetzt gegenwärtig, statt sie in der Vergangenheit zu belassen.
Die Lichtburg ist eines der größten und traditionsreichsten Filmtheater Deutschlands.
1928 eröffnet und heute denkmalgeschützt, ist der Filmpalast im Herzen Essens seit fast einem Jahrhundert ein Ort der Filmkultur. Sein großer Saal bot einen würdigen Rahmen für die Aufführung von „Shoah“, ein Kino als Ort des gemeinsamen Erinnerns.
Wer mehr über die Shoah und ihre Opfer erfahren oder Gedenkstätten besuchen möchte, findet bei diesen Einrichtungen umfassende und verlässliche Informationen: